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Ähnlichkeit
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meint
hier das Kohärenzprinzip einer Episteme. Der Episteme der
Renaissance. Als Kohärenzprinzip leitet es die Wahrnehmung,
bestimmt, was als Wissen gilt und wie gedacht und gesprochen werden
kann. |
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Archäologie
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meint
hier die Analyse der Diskurse auf die Regeln und Prinzipien hin,
die bestimmen wie überhaupt gesprochen werden kann. Im engeren
Sinne legt die Archäologie die 'Wahrheitsspiele' frei, d.h.
die Bedingungen, die Aussagen jeweils erfüllen müssen,
um als wahr akzeptiert zu werden. Diese Regeln und Prinzipien des
Sprechens und Denkens nennt Foucault 'Episteme' |
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Begründeter
Begründer
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meint
hier die paradoxe Gestalt in der der Mensch der Moderne erfahren
wird: Der Mensch lebt, arbeitet, begehrt etc., wird aber von seinen
eigenen Leistungen begründend überholt wird, d.h. in Produktionsverhältnisse,
in eine Sprache und in eine Triebstruktur hineingeboren. Die Figur
des Begründeten Begründers bestimmt wesentlich darüber,
wie in der Moderne überhaupt gedacht und gesprochen werden
kann und was als wahr bzw. falsch gilt. |
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Diskurs
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meint
hier eine Sprech- und Denkpraxis, die systematisch die Dinge
erzeugt, von denen sie spricht. Der Begriff hat Ähnlichkeit
mit Wittgensteins Konzept des Sprachspiels. Die Gesamtheit der Diskurse
folgen zu bestimmten Zeiten bestimmten Regeln und Prinzipien, die
bestimmen, wie überhaupt gesprochen und gedacht werden kann,
was als jeweils wahr oder falsch gilt. Die Archäologie rekonstruiert
diese Regeln und Prinzipien. |
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Dispositv
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meint
hier
a) eine Akzeptanzvorkehrung für bestimmte Verhaltensweisen,
Diskurse, Selbstverhältnisse etc. Das Dispositiv leistet einen
Eingriff in die Kräfteverhältnisse (vgl. Macht) auf bestimmte
soziale Notlagen hin. Es bündelt bzw. funktionalisiert außerordentlich
heterogene Elemente wie Gesetze, Architekturen, Diskurse etc.und
b) fungiert das Konzept als Analysebegriff, mit dessen Hile
man erfahren möchte, wie sich eine bestimmte Praxis etablieren
konnte und was für Effekte sie ermöglicht. |
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Disziplinarmacht
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meint
hier einen Machttyp, der auf die Kräfte zielt, auf die
Organisation des Verhaltens der Individuen, mit dem Ziel die Körper
nützlich zu machen. DieDisziplinarmacht ermöglicht den
Individuen Selbstverhältnisse, die eine detaillierte Kontrolle
von Zeit, Raum und Bewegung leisten. Sie vollzieht sich wesentlich
über die Form der Übung |
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Episteme
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meint
hier
anonyme Ordnungsstrukturen des Wissens, die bestimmen, was jeweils
als Wissen gilt. Sie sind der Rahmen innerhalb dessen positives
Wissen gewonnen werden kann. Sie verfügen über ein Kohärenzprinzip
(ein historisches A priori), z.B. Begründeter Begründer
für die Moderne, Ähnlichkeit für die Reniassance,
Repräsentation für die Klassik und manifestieren sich
in den Diskursen. |
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Ethik
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meint
hier
Theorie der Moral. Die Ethik versucht moralische Grundsätze
zu finden und zu begründen. Damit versucht sie zu bestimmen,
was das 'gute', 'richtige' bzw. 'dem Menschen angemessene Leben'
jeweils ist. |
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Freiheit
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meint
hier
ein besonderes ethisches Kriterium. Freiheit bedeutet für Foucault
u.a. die Möglichkeit, sich als Subjekt seiner Handlungen konstituieren
zu können. Dieses Kriterium gestattet, die Gesellschaft daran
zu messen, inwieweit sie solches ermöglicht und gegebenenfalls
zu kritisieren. |
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Genealogie
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meint
hier
a) die Analyse der jeweils akzeptierten Wahrheitsspiele (Diskurse)
und Praktiken in Bezug auf ihre Herkunft. Sie schreibt die Geschichte
dieser Akzeptanz unter Verzicht auf teleologische Annahmen und identifiziert
und analysiert historische Szenarien, in denen sie sich durchsetzen
konnten. Diese fraglose Akzeptanz wird als Effekt von macht denkbar
und meint b) die Untersuchung der Herkunft dieser Macht bzw.
des jeweiligen Machttyps selbst (nicht die der Effekte) und die
Analyse der lokalen Gegebenheiten, die diesen Machttyp durchsetzen
halfen. |
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Geschichte
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meint
für Foucault a) die Abfolge historischer Ereignisse und
b) die Geschichtsschreibung, die auf diese Abfolge reflektiert.
Für ihn verläuft Geschichte in Brüchen, ist wesentlich
diskontinuierlich und sein gesamtes Lebenswerk durchzieht die Bemühung
für diese Diskontinuität eine angemessene Beschreibung
zu finden. |
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Macht
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meint
hier
ein Kräfteverhältnis, eine Vielzahl möglicher Beziehungsweisen
von Menschen. Macht ist Konstituionsbedingung von Gesellschaft.
Die offenen Möglichkeiten können sich zu Routinen, Institionen
und Praktiken verfestigen. Dies geschieht zumindest in der Moderne
immer zur Lösung bestimmtez Probleme in lokalen Zusammenhängen:
Familie, Intimbeziehung, Arbeit etc. Macht hat kein Zentrum, ist
nicht personifiziert und eröffnet Individuen lediglich bestimmte
Positionen. |
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Machttyp
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meint
hier
eine bestimmte Art und Weise der Verfestigung der möglichen
Beziehungsweisen, eine bestimmte Art und Weise der Ausnutzung von
Kräfteverhältnisse. Der Machttyp löst im Foucaultschen
Denken das Konzept der Episteme ab. |
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Macht-Wissen
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meint
hier
die enge Verknüpfung von Macht und Wissen. Macht hat immer
Wissenseffekte und umgekehrt hat Wissen immer Machteffekte. Macht
und Wissen stabilsieren sich gegenseitig. Beispielsweise machen
bestimmte Krankheiten wie die Pest, eine bestimmte Weise der Isolierung
und Kontrolle von Menschen notwendig, diese Maßnahmen ermöglichen
zugleich ein Wissen über die Menschen und die Krankheit, das
ohne die isolierung nicht möglich geworden wäre und das
gleichzeitig die Isolierung und Kontrolle optimieren hilft etc. |
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Panopticon
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meint
hier zum einen ein bestimmtes Gefängnismodell, das den einzelnen
Gefangenen dauerhauft sichtbar macht und den Beobachter unsichtbar,
zum anderen eine bestimmte Beziehungsweise, eine soziales Ordnungsprinzip,
die bzw. das, laut Foucault, für die Moderne charakteristisch
ist. |
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Repräsentation
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meint
hier das Kohärenzprinzip einer Episteme. Der Episteme der
Klassik (Zeitalter der Aufklärung). Als Kohärenzprinzip
leitet es die Wahrnehmung, bestimmt, was als Wissen gilt und wie
gedacht und gesprochen werden kann. |
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Souveräne
Macht
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meint
hier
einen Machttyp, der das Verhältnis eines unregelmäßig
physisch präsenten Souveräns (z.B. König) und dem
einzelnen Individuum konstituiert; die Souveräne Macht zielt
auf die Darstellung und Festigung dieser Asymmetrie; dazu greift
sie unmittelbar die Körper der Individuen an. |
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Subjekt
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meint
hier ein Selbstverhältnis des Menschen, eine bestimmte
Art und Weise sich zu sich zu verhalten, sich selbst zum Objekt
zu nehmen etc. Dieses Selbstverhältnis variiert über verschiedene
Epochen und Orte. Subjekte lassen sich immer nur als regionale Selbstverhältnisse
Denken. |
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Vertragsmacht
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meint
hier
einen Machttyp, der die Seele als Sitz der Vorstellungen entdeckt
und zum Objekt seiner Bemühungen macht. Die Vertragsmacht stützt
sich auf ein Konzept vom Gesellschaftskörper ('Gesellschaftsvertrag')
und sucht soziale Ordnung über die Konditionierung der Vorstellungen
der Individuen zu leisten. |
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Wissen
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meint
hier
im engeren Sinne, das, was jeweils als wahr bzw. falsch akzeptiert
werden kann und im weiteren Sinne, das, was überhaupt erfahren
(und gedacht) werden kann. Foucaults Wissenskonzept liegt ein analytisches
Bild von Erfahrung zu Grunde: Erfahrung ist für ihn immer eine
Erfahrung von etwas, also bereits ein Wissen und notwendig sprachlich. |